EIN COMEBACK NACH MAß.
Sophie Steinlein (Wörthsee/Norddeutscher Regatta Verein) und ihre Vorschoterin Catherine Bartelheimer (Kiel/Segelclub Inning am Ammersee) haben bei der 132. Kieler Woche die Bronzemedaille in der olympischen 49erFX-Klasse gewonnen – und das unter denkbar schwierigen Vorzeichen. Erst eineinhalb Wochen vor der Regatta hatte sich Catherine bei einer Sponsorenregatta auf der Hamburger Außenalster eine schwere Gesichtsverletzung zugezogen. Bis kurz vor dem Start war völlig offen, ob das Duo überhaupt an den Start gehen kann.
Trotz dieser Ausgangslage kämpfte sich das Team im Laufe der Woche eindrucksvoll zurück: Nach Rang 23 am ersten Wettfahrttag steigerten sich Steinlein/Bartelheimer kontinuierlich über Platz 13 und Rang 8 bis auf den dritten Gesamtrang vor den Medal Races. In den beiden entscheidenden Finalrennen verteidigte das Duo den Podestplatz mit einem neunten und einem souveränen ersten Platz – am Ende reichte es hauchdünn zu Bronze.
KONSTANZ ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG.
„Wir wussten bis kurz vor der Kieler Woche noch nicht, ob wir überhaupt starten können. Dann haben wir uns Schritt für Schritt eingegroovt und uns langsam nach vorne gearbeitet. Unsere Konstanz war am Ende entscheidend“, sagte Steuerfrau Sophie Steinlein nach dem Zieleinlauf. Über die leichten Windbedingungen der Regatta ergänzte sie: „Früher war ich bei Leichtwind nicht so stark. Inzwischen finde ich das richtig cool.“
BESTÄTIGUNG EINER STARKEN FORM.
Für das deutsch-deutsche Duo ist die Medaille eine eindrucksvolle Bestätigung ihrer aktuellen Form. Bereits im vergangenen Jahr hatten Steinlein und Bartelheimer bei der Kieler Woche Silber gewonnen , bei ihrer ersten gemeinsamen Weltmeisterschaft im Herbst 2025 segelte das Team zudem als bestes deutsches Boot auf einen starken fünften Platz.
Mit der erneuten Podiumsplatzierung senden die beiden Athletinnen wenige Tage vor der anstehenden Europameisterschaft vor Eckernförde (7.–12. Juli) ein deutliches Signal an die internationale Konkurrenz.
ERGEBNISSE 49ERFX, KIELER WOCHE 2026:
1. Georgia Lewin-Lafrance / Antonia Lewin-Lafrance (CAN)
2. Helen Pais / Helen Ausman (EST)
3. Sophie Steinlein / Catherine Bartelheimer (GER)
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