Warum Nachhaltigkeit im Sport kein Trend ist, sondern eine Haltung, die bleibt.

Nachhaltigkeit ist eines dieser Wörter, das man inzwischen überall liest – und das genau deshalb oft nichts mehr sagt. Auf Verpackungen, in Kampagnen, in Pressemitteilungen. Schön formuliert, schnell vergessen.

Im Sport funktioniert das nicht. Hier sieht man ziemlich schnell, wer wirklich trainiert hat und wer nur so tut als ob. Ergebnisse entstehen nicht über Nacht – sie sind das Produkt aus vielen Entscheidungen, die niemand sieht: Wie früh man aufsteht. Wie konsequent man ist. Wie man mit sich selbst umgeht, wenn es gerade nicht läuft. Nachhaltigkeit ist genauso. Kein Moment, kein Post, kein Earth Day. Sondern etwas, das jeden Tag mitläuft – oder eben nicht.

Zum Earth Day 2026 haben wir unsere Athletes gefragt, wie das bei ihnen konkret aussieht. Im Training, im Wettkampf, im Alltag. Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Sportarten, die sie betreiben – aber eines zieht sich durch alle hindurch: Es ist keine Pose. Es ist Haltung.

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Sport? Athletes antworten.

Anna-Lena Grüne, Beachvolleyballerin, beschreibt Nachhaltigkeit als Alltagspraxis: „Nachhaltigkeit bestimmt meinen Alltag. Sei es Müll zu vermeiden, bewusster einzukaufen oder achtsam mit Ressourcen umzugehen. Gerade die kleinen Dinge und Routinen können mehr bewegen, als man denkt.“

Nina Hoffmann - Mountainbikerin.

Nina Hoffmann, Mountainbike-Profi und mehrfache Weltcup-Teilnehmerin, betont bewusste Entscheidungen statt Perfektion: „Ich versuche meinen Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt zu leisten, auch wenn das nicht immer leicht ist. Ich ernähre mich beispielsweise nahezu vegetarisch, fahre außerhalb meiner Reisen sehr wenig Auto und versuche Überkonsum zu vermeiden.“

Die Hansbrüder, Kletter- und Expeditionsathleten, verbinden Naturverbundenheit mit Verantwortung: „Draußen sein gehört für uns seit der Kindheit dazu – angefangen beim Klettern bis hin zu Expeditionen und gemeinsamen Touren heute. Genau deshalb ist es für uns selbstverständlich, achtsam mit der Natur umzugehen, bewusst zu handeln und das zu bewahren, was uns so viel gibt.“

Anne Kleibrink, Fechterin und Olympiateilnehmerin, zieht die Linie vom Sport auf gesellschaftliche Verantwortung: „Disziplin endet nicht im Training. Auch darüber hinaus ist es mir wichtig, Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen und entsprechend zu handeln.“

Christine Linke - Geschäftsführerin bei SSM

Christine Linke, Geschäftsführerin bei SSM, zeigt, wie sich Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich in den Alltag integrieren lässt:
„Zwischen Alltag, Kids und Bewegung draußen wird mir immer wieder klar: Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – und bei uns selbst.“

Warum Nachhaltigkeit für Sportmarken und Athletes strategisch entscheidend ist.

Fünf Athletes, fünf Sportarten – und doch klingt eine Sache bei allen gleich durch: Es geht ihnen nicht darum, etwas zu beweisen. Es ist einfach selbstverständlich. Genau das ist es, was wir in der täglichen Arbeit mit Brands und Athletes immer deutlicher merken. Nachhaltigkeit ist kein Thema mehr, das man sich aussucht oder weglässt. Es ist ein Kriterium geworden – bei der Frage, mit wem eine Marke zusammenarbeitet, aber auch bei der Frage, welche Marke ein Athlete überhaupt vertreten möchte. Beide Seiten schauen heute genauer hin als noch vor ein paar Jahren.

Was dabei zählt, ist nicht die perfekte Nachhaltigkeitsstrategie oder das große Versprechen. Es ist die Glaubwürdigkeit dahinter. Und die entsteht nicht durch Kommunikation, sondern durch das, was im Alltag tatsächlich passiert – die kleinen Entscheidungen, die Routinen, die Haltung, die auch dann bleibt, wenn gerade keine Kamera läuft.

Für Athletes bedeutet das, dass Werte längst zum eigenen Markenwert gehören – genauso wie sportliche Leistung. Für Brands bedeutet es, dass die stärksten Partnerschaften nicht über Reichweite entstehen, sondern über echte Überschneidung: gleiche Werte, gleiche Haltung, gemeinsame Überzeugung.

Der Earth Day ist ein schöner Anlass, das sichtbar zu machen. Aber das Vertrauen, das eine Marke an diesem Tag kommuniziert, wird das ganze Jahr über aufgebaut – durch konsequentes Handeln, nicht durch einen einzelnen Post. Nachhaltigkeit im Sport ist eben kein Sprint. Es ist eine Disziplin, die sich auszahlt – für die, die wirklich dran bleiben.

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