Keynotes von Spitzensportlern wirken im Unternehmen dann am stärksten, wenn Mitarbeitende die Erfahrungen auf ihren eigenen Arbeitsalltag übertragen. Das zeigt ein Mitarbeitertag bei Nägele im Sommer 2026, bei dem Profi-Kletterer Philipp Hans über seine erste Expedition nach Grönland sprach.

Manche Geschichten bleiben länger im Kopf als andere. Nicht nur, weil sie absolut spektakulär sind, sondern weil man plötzlich eine Verbindung zum eigenen Alltag darin erkennt.

Genau das erlebe ich seit mittlerweile sieben Jahren in der Zusammenarbeit mit Profi-Kletterer und Expeditionssportler Philipp Hans. Als wir begonnen haben, stand Philipp noch relativ am Anfang seiner Expeditionskarriere. Seitdem habe ich miterlebt, wie er sich vom Athleten und Expeditionsneuling zu einem erfahrenen Abenteurer entwickelt hat – und wie sich auch seine Keynotes mit ihm verändert haben.

Was mich daran bis heute fasziniert: Heute geht’s es in Philipps Keynotes längst nicht mehr nur um die Geschichten über seine Expeditionen. Es geht um das, was hinter diesen Geschichten steckt. Um Entscheidungen, die unter Unsicherheit getroffen werden müssen. Um Verantwortung. Um den Umgang mit Rückschlägen. Um die Frage, wie Menschen als Team funktionieren, wenn es schwierig wird. Und vor allem darum, was davon im eigenen Arbeitsalltag wiederzufinden ist.

Diesen Transfer vom Spitzensport in den Arbeitsalltag finde ich am spannendsten an unserer Arbeit bei SSM. Wir nennen das Sports-driven Performance Culture.

Ein schönes Beispiel dafür war zuletzt die Zusammenarbeit mit Nägele. Philipp war dort diesen Sommer als Keynote Speaker mit seinem Vortrag über Grönland, seine allererste Expedition, Teil eines Mitarbeitertages. Seine Erfahrungen daraus haben Themen berührt, die weit über den Sport hinausgehen und auch die Mitarbeitenden vor Ort selbst beschäftigen: Verantwortung zu übernehmen, aus Fehlern zu lernen und daran zu wachsen, gemeinsam durch schwierige Situationen zu gehen und zu erleben, wie viel entstehen kann, wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen als Team zusammenhalten.

Das Besondere war für mich dabei nicht nur die Keynote selbst. Es waren auch die Gespräche danach.

Immer wieder wurden Geschichten und Situationen aus Philipps Vortrag in der anschließenden Diskussion aufgegriffen und mit dem eigenen Arbeitsalltag verbunden. Plötzlich ging es nicht mehr um eine Expedition in Grönland, sondern um die eigene Baustelle, das eigene Team, die eigene Verantwortung. Genau an diesem Punkt wird aus einer Geschichte ein Impuls.

Und genau deshalb glaube ich auch nicht daran, dass Spitzensport im Unternehmenskontext einfach nur für Motivation oder einen kurzen besonderen Moment auf einer Veranstaltung steht. Natürlich darf eine Keynote einfach einmal Emotionen wecken oder auch Abstand vom Arbeitsalltag schaffen. Aber ihr eigentlicher Wert entsteht für mich dann, wenn Menschen darin etwas finden, das sie auf ihre eigene Situation übertragen können.

Und schlussendlich muss übrigens nicht immer ein großes Programm dahinter sein: Manchmal reicht ein guter Gedanke, eine Geschichte oder eine Frage, die im Kopf bleibt. Gerade wenn Zeiten anspruchsvoller werden, Budgets knapper sind oder im Unternehmen vielleicht nicht sofort klar ist, wo der konkrete Anknüpfungspunkt zum Spitzensport liegt, lohnt es sich aus meiner Erfahrung trotzdem, diesen Austausch zu suchen.

„Wir bei SSM haben das in den vergangenen Jahren bei sehr unterschiedlichen Unternehmen und mit verschiedenen Sportlerinnen und Sportlern immer wieder erlebt: Am Ende bleibt immer etwas hängen. Manchmal ist es eine neue Perspektive, manchmal einfach das Gefühl, dass man Herausforderungen auch gemeinsam anders angehen kann.“

Vielleicht ist genau das die Stärke von Spitzensport als Impulsgeber. Er liefert keine fertigen Antworten für Unternehmen. Aber er bringt Erfahrungen mit, die einen dazu bringen können, die eigenen Fragen neu zu stellen.

Und wenn aus einer Geschichte aus Grönland am Ende ein Gespräch über Verantwortung, den Mut zum Unbekannten, den Umgang mit Rückschlägen und darüber entsteht, was möglich wird, wenn Menschen gemeinsam als Team an einem Strang ziehen, dann ist für mich genau das der Moment, in dem aus einer Geschichte ein echter Impuls wird.

Marlen Kotz_Projektleiterin Brand- & SportsPeople l SSM




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